AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Bedingungen zur Nutzung von Bold Bloom
Wichtiger Hinweis: Ausschließlich B2B-Angebot
Der Vertragsschluss erfolgt ausschließlich mit Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen. Es besteht daher kein Widerrufsrecht gemäß §§ 312g, 355 BGB.
§ 1 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer den Zugang zur Software Bold Bloom zur Verfügung. Bold Bloom ist eine cloudbasierte Softwarelösung zur Unterstützung von Coaches und Unternehmen bei Coaching-, Team- und Organisationsentwicklungsprozessen. Auf Grundlage der vom Nutzer eingegebenen oder ausgewählten Daten ermöglicht Bold Bloom insbesondere die Verwaltung von Nutzer-, Team- und Klientendaten, Coaching- und Session-Notizen, Dateien, Terminen, Stimmungs- und Feedbackerhebungen sowie Statusinformationen. Die Plattform kann zudem optionale KI-gestützte Funktionen, insbesondere zur Erstellung von Vorschlägen für Coaching-Sitzungen, bereitstellen.
(2) Der genaue Funktionsumfang ergibt sich aus der aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website unter https://www.bold-bloom.com.
§ 2 Geltungsbereich
(1) Die nachstehenden Geschäftsbedingungen gelten für Verträge, die Sie als Nutzer mit uns, Julia Kalder, Bold Bloom, c/o Autorenglück #80461, Albert-Einstein-Str. 47, 02977 Hoyerswerda als Anbieter abschließen.
(2) Der Vertragsschluss erfolgt ausschließlich mit Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Nutzers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
§ 3 Vertragsschluss und Registrierung
(1) Die Darstellung der Dienste auf der Website des Anbieters stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Durch die Registrierung auf der Plattform gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB zu handeln und zum Vertragsschluss vertretungsberechtigt zu sein. Er hat vollständige und zutreffende Angaben zu Firma beziehungsweise Geschäftsname, Geschäftsanschrift, Ansprechpartner und E-Mail-Adresse zu machen und Änderungen unverzüglich zu aktualisieren. Die Annahme erfolgt durch ausdrückliche Bestätigungs-E-Mail des Anbieters oder durch die Freischaltung des Nutzerkontos.
(3) Ein Anspruch auf Registrierung besteht nicht. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungsanfragen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
(4) Bei Zweifeln darf der Anbieter Nachweise über die Unternehmereigenschaft oder Vertretungsberechtigung verlangen und das Nutzerkonto bis zur Klärung vorläufig sperren.
§ 4 Zahlungsbedingungen und Preise
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses unter https://www.bold-bloom.com/de/pricing aufgeführten Paketpreise zu dem dort beschriebenen Funktionsumfang und den dort angebotenen Konditionen.
(2) Alle Preise sind Endpreise. Es wird gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) keine Umsatzsteuer berechnet und ausgewiesen.
(3) Die Zahlung erfolgt über die bei Vertragsschluss angebotenen Zahlungsmethoden.
(4) Das vereinbarte Entgelt ist im Voraus fällig.
(5) Kann ein fälliger Betrag über die hinterlegte Zahlungsmethode nicht erfolgreich eingezogen werden, wird eine Zahlung zurückbelastet oder vollständig erstattet, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang des Nutzers zur Plattform mit Eintritt des jeweiligen Ereignisses vorläufig zu sperren, soweit dies zur Sicherung der Zahlungsabwicklung erforderlich ist.
(6) Der Anbieter behält sich das Recht vor, seine Preisliste zu ändern, nachdem der Nutzer nochmals gesondert per E-Mail darüber informiert wurde. Die Änderungen werden dem Nutzer spätestens einen Monat vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von zwei Wochen nach Empfang der Mitteilung, gelten die Änderungen als genehmigt. Im Falle eines Widerspruchs behält sich der Anbieter das Recht zur ordentlichen Kündigung vor.
§ 5 Laufzeit, kostenloser Einstieg und Kündigung
(1) Bold Bloom wird als kostenloser Solo-Tarif sowie als monatlich kündbares kostenpflichtiges Abonnement angeboten. Die jeweils verfügbaren Tarife, Leistungen und Preise ergeben sich aus der zum Zeitpunkt der Bestellung geltenden Preisseite unter https://www.bold-bloom.com/de/pricing.
(2) Kostenpflichtige Monatstarife verlängern sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern sie nicht vor Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
(3) Jeder neue Nutzer erhält nach der Registrierung für einen Zeitraum von 30 Tagen Zugang zur Plattform, ohne dass hierfür die Hinterlegung eines Zahlungsmittels erforderlich ist. Während dieses Zeitraums stehen dem Nutzer die Funktionen und Grenzen des kostenlosen Solo-Tarifs zur Verfügung. Nach Ablauf der 30 Tage wird das Nutzerkonto im kostenlosen Solo-Tarif fortgeführt, sofern der Nutzer nicht ausdrücklich ein kostenpflichtiges Abonnement abschließt.
(4) Ein kostenpflichtiger Tarif beginnt erst, wenn der Nutzer diesen ausdrücklich auswählt und abschließt. Das für den ersten Abrechnungszeitraum geschuldete Entgelt wird sodann über die beim Vertragsschluss angebotene Zahlungsmethode mit dem zuvor angezeigten Betrag abgerechnet.
(5) Gutscheincodes können – abhängig von den jeweils beim Gutscheincode angegebenen Bedingungen – prozentuale oder feste Preisnachlässe sowie Freimonate gewähren. Gewährte Freimonate werden auf nachfolgende monatliche Abrechnungszeiträume angerechnet. Prozentuale oder feste Preisnachlässe gelten ausschließlich für die beim jeweiligen Gutscheincode festgelegte Anzahl von Abrechnungen. Maßgeblich sind die beim Einlösen des Gutscheincodes im Bestellprozess angezeigten Bedingungen.
(6) Das kostenpflichtige Abonnement kann von dem Nutzer jederzeit über die Kontoeinstellungen oder in Textform gekündigt werden. Die Kündigung wird zum Ende des laufenden, bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wirksam. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der Zugang zu den im jeweiligen Tarif enthaltenen Leistungen bestehen.
(7) Abweichend von Absatz 6 wird eine Kündigung bei Zahlung über PayPal aufgrund der technischen Zahlungsabwicklung unmittelbar verarbeitet. Weitere PayPal-Abbuchungen erfolgen nicht. Das Nutzerkonto wird, soweit verfügbar, auf den kostenlosen Solo-Tarif herabgestuft. Eine Erstattung für den laufenden Abrechnungszeitraum erfolgt nicht.
(8) Der Anbieter ist berechtigt, Inhalte, Funktionen und technische Ausgestaltungen von Bold Bloom weiterzuentwickeln, zu ändern, zu ergänzen oder einzustellen, soweit dadurch die wesentlichen vertraglich vereinbarten Funktionen des jeweils gebuchten Tarifs nicht beeinträchtigt werden. Dies gilt insbesondere für Funktionen, die sich noch in einer Erprobungs- oder Weiterentwicklungsphase befinden.
(9) Unberührt bleibt das Recht jeder Vertragspartei, den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen. Zur fristlosen Kündigung ist der Anbieter insbesondere berechtigt, wenn der Nutzer eine fällige Zahlung trotz Mahnung und angemessener Fristsetzung nicht leistet oder die nachfolgenden vertraglichen Bestimmungen über die Nutzung der Software verletzt. Bei begründetem Betrugs- oder Missbrauchsverdacht, einer Sicherheitsgefährdung oder einem schwerwiegenden Vertragsverstoß ist der Anbieter berechtigt, den Zugang vorläufig zu sperren, soweit dies verhältnismäßig ist.
Kündigungsprozess: Die Kündigung erfolgt auf der Billing-Seite über die hervorgehobene Funktion "Verträge hier kündigen" und die Bestätigung "jetzt kündigen". Nach Bestätigung wird eine Bestätigungsmail mit dem Wirksamkeitsdatum versendet. Stripe-Kündigungen werden zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam; bis dahin bleibt der Zugang uneingeschränkt bestehen und Kund:innen können die Kündigung vor Ablauf widerrufen ("Abonnement fortsetzen"). PayPal-Kündigungen werden aufgrund der PayPal-Anbindung sofort verarbeitet; es erfolgen keine weiteren PayPal-Abbuchungen und das Konto wechselt auf den kostenlosen Plan. Eine Rückerstattung für den laufenden Abrechnungszeitraum erfolgt nicht.
§ 6 Umfang des eingeräumten Nutzungsrechtes
(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer das nicht ausschließliche und nicht übertragbare Recht ein, die in diesen Nutzungsbedingungen bezeichneten Dienste und Inhalte während der Dauer des Vertrages gemäß den Bestimmungen dieses Vertrages zu nutzen.
(2) Der Nutzer ist nicht berechtigt, die zur Nutzung überlassene Software zu vervielfältigen und/oder Dritten entgeltlich oder unentgeltlich zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.
§ 7 Verfügbarkeit, Wartung und Support
(1) Der Anbieter ist zu jeder Zeit um eine möglichst hohe Verfügbarkeit bemüht. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten, in denen der Server aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (insbesondere höhere Gewalt, Verschulden Dritter) nicht zu erreichen ist. Ebenfalls ausgenommen sind geplante Wartungsarbeiten (bspw. Updates), die entweder außerhalb der üblichen Geschäftszeiten von Montag bis Freitag (unter Berücksichtigung aller Feiertage im deutschen Bundesland NRW) zwischen 9:00 und 18:00 Uhr liegen oder die von dem Anbieter vorab angekündigt wurden.
(2) Unabhängig davon erfolgt die Überwachung der Grundfunktionen der SaaS-Dienste durch den Anbieter täglich. Die Wartung ist grundsätzlich von Montag bis Freitag, jeweils von 09:00 bis 18:00 Uhr gewährleistet. Bei schweren Fehlern, das heißt, wenn die Nutzung der SaaS-Dienste nicht mehr möglich oder erheblich eingeschränkt ist, wird der Anbieter nach Kenntniserlangung die Fehleranalyse und Fehlerbeseitigung unverzüglich im Rahmen seiner betrieblichen und technischen Möglichkeiten aufnehmen. Eine Zusicherung bestimmter Reaktions-, Wiederherstellungs- oder Behebungsfristen ist hiermit nicht verbunden.
§ 8 Allgemeine Nutzungsvoraussetzungen und Pflichten des Nutzers
(1) Der Nutzer ist verpflichtet, einen unbefugten Zugriff Dritter auf die geschützten Bereiche der zur Verfügung gestellten Dienste, insbesondere durch die sichere Verwahrung seiner Zugangsdaten und geeignete Vorkehrungen, zu verhindern. Zu diesem Zwecke wird der Nutzer, soweit erforderlich, seine Mitarbeiter auf die Einhaltung hinweisen.
(2) Dem Nutzer ist es nicht gestattet, rechtswidrige Inhalte oder Inhalte hochzuladen, die gegen Gesetze, behördliche Auflagen oder Rechte Dritter verstoßen.
(3) Dem Nutzer ist es zudem nicht gestattet, die Plattform mithilfe automatisierter Einrichtungen, insbesondere Bots, Scraper oder vergleichbarer technischer Mittel, zu nutzen und/oder technische Schutzvorrichtungen zu umgehen. Der Nutzer darf Zugangsdaten, Anmeldelinks und sonstige Authentifizierungsmittel nicht an Dritte weitergeben. Er hat den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er einen Verlust, Missbrauch oder sonstigen unbefugten Zugriff auf sein Nutzerkonto vermutet.
(4) Die eigenständige gewerbliche Vermarktung der Plattform als Dienstleistung (z. B. Weiterverkauf von Zugängen oder als „Reseller“) ohne entsprechende Vereinbarung mit dem Anbieter ist untersagt.
(5) Dem Nutzer ist es untersagt, die zur Verfügung gestellte Software oder Teile davon zu kopieren, zu reproduzieren, zu modifizieren, zurückzuentwickeln (Reverse Engineering), zu dekompilieren, zu disassemblieren oder anderweitig den Quellcode der Software ganz oder teilweise zu rekonstruieren, soweit dies nicht aufgrund zwingender gesetzlicher Vorschriften zulässig ist. Ebenso ist es dem Nutzer untersagt, Funktionalitäten oder die Systemarchitektur der Software zu analysieren, um diese ganz oder teilweise nachzubauen, nachzuahmen oder in vergleichbarer Weise zu nutzen, zu vermarkten oder Dritten zur Verfügung zu stellen. Der Nutzer verpflichtet sich, alle technischen und organisatorischen Maßnahmen zu unterlassen, die darauf abzielen, Schutzmechanismen oder Lizenzkontrollen der Software zu umgehen.
(6) Bold Bloom stellt Werkzeuge zur Organisation und Durchführung von Coaching-, Team- und Organisationsentwicklungsprozessen bereit. Der Nutzer bleibt für die Auswahl, Eingabe, Verarbeitung und Nutzung von Inhalten, insbesondere von Coaching-Notizen, Session-Notizen, Stimmungs- und Feedbackerhebungen sowie hochgeladenen Dateien, verantwortlich. Soweit der Nutzer personenbezogene Daten von Klient:innen, Teammitgliedern oder sonstigen betroffenen Personen in Bold Bloom verarbeitet, stellt er sicher, dass hierfür eine ausreichende Rechtsgrundlage besteht und die betroffenen Personen, soweit erforderlich, ordnungsgemäß informiert wurden. Soweit besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO verarbeitet werden, insbesondere Angaben zum körperlichen oder psychischen Befinden, Stimmungsdaten oder Wellbeing-Angaben, stellt der Nutzer sicher, dass die hierfür erforderlichen Voraussetzungen, insbesondere gegebenenfalls eine ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Person, vorliegen.
(7) Die optionale KI-Funktion „AI Session Proposal“ erstellt automatisiert Vorschläge auf Grundlage der vom Nutzer ausgewählten oder eingegebenen Inhalte. KI-generierte Vorschläge können fehlerhaft, unvollständig oder für den jeweiligen Coaching-Kontext ungeeignet sein. Sie ersetzen keine fachliche Prüfung durch den Nutzer. Der Nutzer bleibt für die Auswahl, Prüfung und Verwendung der Vorschläge allein verantwortlich. Er darf nur Inhalte verarbeiten und an die KI-Funktion übermitteln, für die er die erforderlichen Rechte und – soweit erforderlich – Einwilligungen besitzt. Nicht erforderliche personenbezogene Daten und besondere Kategorien personenbezogener Daten sind aus KI-Eingaben, hochgeladenen Dateien und Bugreports zu entfernen.
(8) Bold Bloom dient der Organisation und Unterstützung von Coaching-, Team- und Organisationsentwicklungsprozessen. Die Plattform, ihre Inhalte und insbesondere etwaige KI-generierte Vorschläge ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische, psychologische oder sonstige heilberufliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bold Bloom ist nicht für medizinische Notfälle oder Krisensituationen bestimmt. Der Nutzer hat bei gesundheitlichen oder psychischen Krisensituationen geeignete qualifizierte Fachstellen, Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen oder Notfalldienste einzubeziehen.
§ 9 Folgen von Verstößen gegen die Nutzerpflichten
(1) Der Anbieter ist zur sofortigen Sperre des Zugangs zur Plattform berechtigt, wenn der begründete Verdacht besteht, dass der Nutzer gegen die in diesen Nutzungsbedingungen geregelten Pflichten verstößt.
(2) Ein begründeter Verdacht für eine Rechtswidrigkeit und/oder eine Rechtsverletzung liegt insbesondere dann vor, wenn Gerichte, Behörden und/oder sonstige Dritte den Anbieter davon in Kenntnis setzen oder der Anbieter auf andere Weise von einem möglichen Verstoß Kenntnis erlangt. Der Anbieter hat den Nutzer von der Sperre und dem Grund hierfür unverzüglich zu verständigen. Die Sperre ist aufzuheben, sobald der Verdacht entkräftet ist.
§ 10 Haftungsfreistellung
(1) Der Nutzer ist verpflichtet, Zugangsdaten, Sitzungs- und OAuth-Token sowie sonstige Authentifizierungsmittel geheim zu halten, vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen und ausschließlich autorisierten Personen zugänglich zu machen. Zugangsdaten, Anmeldelinks und sonstige Authentifizierungsmittel dürfen nicht an unberechtigte Dritte weitergegeben werden.
(2) Der Nutzer hat den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er einen Verlust, Missbrauch oder sonstigen unbefugten oder verdächtigen Zugriff auf sein Nutzerkonto, Zugangsdaten, Sitzungs- oder OAuth-Token vermutet. Der Anbieter ist bei Sicherheitsvorfällen berechtigt, Sitzungen und Token vorläufig zu sperren oder zu deaktivieren sowie eine erneute Authentifizierung zu verlangen, soweit dies verhältnismäßig ist. Der Nutzer haftet für von ihm zu vertretende Handlungen, die über sein Nutzerkonto erfolgen.
(3) Der Nutzer stellt den Anbieter von sämtlichen berechtigten Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer vom Nutzer zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung der Plattform, einer schuldhaften Verletzung der in diesem Vertrag geregelten Sicherheits-, Datenschutz-, Prüfungs- oder Informationspflichten oder aufgrund rechtswidriger beziehungsweise rechtsverletzender Inhalte geltend gemacht werden. Dies umfasst insbesondere Ansprüche, die auf unzureichend gesicherten Zugangsdaten, der unbefugten Weitergabe von Authentifizierungsmitteln, einer unzulässigen Verarbeitung personenbezogener Daten, einer fehlenden erforderlichen Einwilligung oder einer Verletzung von Rechten Dritter beruhen.
(4) Die Freistellung umfasst auch die erforderlichen und angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, einschließlich angemessener Rechtsanwaltskosten. Der Anbieter wird den Nutzer über die Geltendmachung entsprechender Ansprüche unverzüglich informieren und ihm, soweit rechtlich und tatsächlich möglich, Gelegenheit geben, sich an der Verteidigung zu beteiligen. Der Anbieter wird ohne Zustimmung des Nutzers keine Ansprüche anerkennen oder einen Vergleich schließen, soweit dadurch die berechtigten Interessen des Nutzers unangemessen beeinträchtigt werden.
§ 11 Mängelhaftung und Haftung
(1) Der Anbieter gewährleistet die Funktions- und Betriebsbereitschaft der Plattform nach den Bestimmungen dieses Vertrages.
(2) Der Nutzer hat Mängel der Plattform dem Anbieter unverzüglich und in nachvollziehbarer Form mitzuteilen sowie bei der Analyse und Beseitigung angemessen mitzuwirken. Der Anbieter ist zunächst berechtigt, den Mangel durch Fehlerbeseitigung, Bereitstellung eines Workarounds oder Bereitstellung einer korrigierten Version zu beheben. Ansprüche wegen Mängeln bestehen nicht, soweit ein Fehler auf einer nicht unterstützten technischen Umgebung, einem unterlassenen erforderlichen Update, einer vom Nutzer vorgenommenen Änderung, einem Ausfall oder einer Einschränkung eines Drittdienstes oder einer vertragswidrigen Nutzung der Plattform beruht. Zwingende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
(3) Für den Fall, dass Leistungen des Anbieters von unberechtigten Dritten unter Verwendung der Zugangsdaten des Nutzers in Anspruch genommen werden, haftet der Nutzer für dadurch anfallende Entgelte im Rahmen der zivilrechtlichen Haftung bis zum Eingang des Auftrags des Nutzers zur Änderung der Zugangsdaten oder der Meldung eines Verlusts, Diebstahls oder Missbrauchs beim Anbieter, sofern den Nutzer an dem Zugriff des unberechtigten Dritten ein Verschulden trifft.
(4) Schadensersatzansprüche gegen den Anbieter sind unabhängig vom Rechtsgrund ausgeschlossen, es sei denn, der Anbieter, seine gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen haben vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt. Unberührt bleiben Ansprüche nach den Absätzen 5 und 6, nach dem Produkthaftungsgesetz, aus einer vom Anbieter ausdrücklich übernommenen Garantie sowie aufgrund sonstiger zwingender gesetzlicher Vorschriften.
(5) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer vertragswesentlichen Pflicht durch den Anbieter, seine gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen haftet der Anbieter nur auf Ersatz des vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schadens. Vertragswesentliche Pflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist bei leichter Fahrlässigkeit je Schadensereignis und insgesamt für alle Schäden aus demselben schadensstiftenden Ereignis auf die Entgelte begrenzt, die der Nutzer für die von dem Schaden betroffenen Leistungen in den zwölf Monaten vor Eintritt des schadensauslösenden Ereignisses tatsächlich gezahlt hat. Bestand das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des schadensauslösenden Ereignisses noch keine zwölf Monate, sind die bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich gezahlten Entgelte maßgeblich.
(6) Der Anbieter haftet unbeschränkt für vorsätzlich oder fahrlässig verursachte Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit durch den Anbieter, seine gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen.
(7) Die verschuldensunabhängige Schadensersatzhaftung des Anbieters für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel gemäß § 536a Absatz 1 Alternative 1 BGB ist ausgeschlossen.
(8) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter insoweit nicht, als der Schaden darauf beruht, dass es der Nutzer unterlassen hat, die auf der Plattform gespeicherten Daten und Inhalte regelmäßig und ordnungsgemäß zu sichern, soweit eine solche Sicherung zur Vermeidung oder Begrenzung des Schadens erforderlich und dem Nutzer zumutbar war.
(9) Die von Bold Bloom bereitgestellten Inhalte, Vorlagen, Auswertungen, Hinweise, KI-generierten Vorschläge und sonstigen Informationen werden auf Grundlage der vom Nutzer eingegebenen oder bereitgestellten Inhalte sowie der jeweiligen technischen Auswertungs- und Generierungsverfahren erstellt. Sie stellen keine medizinische, psychotherapeutische, psychologische, rechtliche oder sonstige heilberufliche Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Sie begründen keine Zusicherung, dass Inhalte vollständig, richtig, aktuell oder für einen bestimmten Coaching-, Team- oder Organisationsentwicklungszweck geeignet sind. Der Nutzer ist verpflichtet, Inhalte und Vorschläge vor ihrer Verwendung eigenverantwortlich zu prüfen und, soweit erforderlich, qualifizierten fachlichen Rat einzuholen.
(10) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der vom Nutzer eingegebenen, hochgeladenen oder bereitgestellten Angaben sowie der auf dieser Grundlage erstellten Inhalte. Dies gilt auch für Daten, Inhalte und Vorschläge, die von KI-Systemen oder sonstigen Drittdiensten stammen; diese können insbesondere fehlerhaft, unvollständig, veraltet oder für den jeweiligen Coaching-Kontext ungeeignet sein. Insbesondere übernimmt der Anbieter keine Verantwortung dafür, dass Coaching-Notizen, Session-Inhalte, Stimmungs- oder Feedbackerhebungen, KI-Vorschläge oder sonstige Inhalte sämtliche für den Nutzer einschlägigen rechtlichen, berufsrechtlichen, organisatorischen oder fachlichen Anforderungen erfüllen. Die Verantwortung für die Verwendung, Überprüfung und Rechtmäßigkeit der Inhalte sowie für das Vorliegen erforderlicher Rechtsgrundlagen und Einwilligungen verbleibt beim Nutzer.
(11) Für unentgeltlich bereitgestellte Leistungen haftet der Anbieter – vorbehaltlich zwingender gesetzlicher Vorschriften – nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Unberührt bleibt die Haftung wegen Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
§ 12 Datenschutz
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Nutzers und sonstiger betroffener Personen nach Maßgabe der jeweils geltenden Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Nutzers verarbeitet und die Voraussetzungen des Art. 28 DSGVO vorliegen, schließen die Parteien vor Beginn der betreffenden Verarbeitung eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Bestandteil des Vertragsverhältnisses.
(3) Der Nutzer bleibt für die Rechtmäßigkeit der von ihm in die Plattform eingebrachten, hochgeladenen oder verarbeiteten Daten und Inhalte verantwortlich. Dies gilt insbesondere für das Vorliegen einer erforderlichen Rechtsgrundlage, die Erfüllung gesetzlicher Informationspflichten, die Beachtung des Grundsatzes der Datenminimierung sowie die Erteilung rechtmäßiger Weisungen an den Anbieter. Soweit der Nutzer besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO verarbeitet, stellt er außerdem sicher, dass hierfür eine geeignete Rechtsgrundlage, insbesondere eine erforderliche ausdrückliche Einwilligung, vorliegt.
§ 13 Änderungen der AGB
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Die Änderungen werden dem Nutzer spätestens einen Monat vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von zwei Wochen nach Empfang der Mitteilung, gelten die Änderungen als genehmigt.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Auf den vorliegenden Vertrag findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts Anwendung.
(2) Sofern es sich bei dem Nutzer um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen dem Nutzer und dem Anbieter Düsseldorf.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, diesen Vertrag mit allen Rechten und Pflichten auf einen Rechtsnachfolger oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen zu übertragen. Der Anbieter wird den Nutzer über die Übertragung rechtzeitig in Textform informieren. Der Nutzer ist berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Übertragung zu kündigen. Der Nutzer darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters in Textform übertragen.
§ 15 Sonstiges
(1) Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen. Änderungen, Ergänzungen und Zusätze dieses Vertrages haben nur Gültigkeit, wenn sie zwischen den Vertragsparteien in Textform vereinbart werden. Dies gilt nicht für individuelle Vertragsabreden i. S. v. § 305b BGB mit einem vertretungsbefugten Vertreter des Anbieters. Im Übrigen kann das Formerfordernis nicht durch mündliche Vereinbarung, konkludentes Verhalten oder stillschweigend außer Kraft gesetzt werden.
(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung ganz oder teilweise nichtig oder unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle von nicht einbezogenen oder unwirksamen Bestimmungen tritt das Gesetzesrecht. Sofern solches Gesetzesrecht im jeweiligen Fall nicht zur Verfügung steht (Regelungslücke) oder zu einem untragbaren Ergebnis führen würde, werden die Parteien in Verhandlungen darüber eintreten, anstelle der nicht einbezogenen oder unwirksamen Bestimmung eine wirksame Regelung zu treffen, die ihr wirtschaftlich möglichst nahekommt.
Version: 12.09.2026